Samstag, 4. September 2010

La vida loca en Lima


Um 22 Uhr kamen 10 von uns Freiwilligen (ich bin eine der 10) auf die brilliante Idee Lima by night und die Clubszene zu erkunden. (Kurz davor haben wir von den Risiken und Gefahren von Taxis erfahren, vom starken Drogenkonsum und damit verbundene Gewalt etc.  gehoert)
So, kurz zuvor Ausgesprochen und schon standen wir auf der Strasse und haben 3 Taxis genommen fuer einen Hungerlohn von 5 Soles, umgerechnet ca. 1,40 Euro fuer eine 25-minuetige Fahrt. Und was soll ich da gross erzaehlen, dass war wie eine Achterbahnfahrt oder noch besser, 100 % Adrenalin. Der Mann manovierte uns durch den Strassenverkehr als wenn es um sein eigenes Leben ginge und er in hoechster Lebensgefahr schwaebte. Und dann… standen wir genau so quer an einer Kreuzung um zu warten wie ich es euch schon zuvor erzaehlt habe, nur jetzt mitten im Geschehen. Auf dem anderen Fahrstreifen der anderen Spur und vor uns war ein anderes Auto quer und alles war einfach so ein Durcheinander. Ich haette da einfach resigniert als Autofahrer, zumal das Auto, das auf der richtigen Spur und richtig zum Vekehr stand, uns immer weiter bedraengt hatte und uns sogar “gedroht” hat uns anzufahren. Aber schon gebte unser Taxifahrer gas und weg waren wir.

Angekommen im Kneipen- und Discoviertel standen wir 10 Weissen, “Gringos” hier genannt, und waren ueberfordert in der Menge von Peruanern, die Geld verdienen wollten… Barranco, das Viertel, besteht jediglich aus einer Strasse mit vielen Bars, Kneipen und allem was dazu gehoert. Zuerst liefen wir einmal die Strasse hoch und runter, versuchten vergeblich niemanden anzuschauen, denn vor jedem Eingang standen ungefahr 3 Maenner, die versuchten  uns “ihren” Club attraktiv zu machen und uns dort reinzuziehen. Oder andere widerrum, versuchten uns irgendwelche Pfefferminzpastillen zu verkaufen, die “seeeeehr” stark machen wuerden. Nach ein paar Minuten des sehr Unwohlseins, haben wir uns Gringos entschlossen dort hinzugehen, wo viele andere Leute schon bereits sassen. Ich hab mich noch nie so geschaemt weiss zu sein, oder besser gesagt nur mit Weissen unterwegs zu sein. Alle starrten uns an und sahen in uns Geld. Ich glaub Comicfiguren mit Dollerzeichen in den Augen verkoerpern uns ganz gut hier.  In der Cocktailbar haben uns 10 (!!!) Leute bedient. Sogar Personal von dem unterem Stockwerk wurde zu uns gerufen… das war wirklich befremdlich. Und als wir dann auch “nur” das guenstige Bier gekauft haben, taten sie mir sogar etwas Leid. Aber gut, das Bier war mit Wasser gemischt ( ½ Wasser und ½ Bier), vielleicht kann ich das als Entschaedigung ansehen, dass sie nicht so viel an uns verdient haben wie sie gern haetten.
Und dann fuhren wir wieder zurueck in unser Hostel. Ich hab ersteinmal schoen den Preis fuer das Taxifahren runtergehandelt : ) Die Botschaft und die DED-Menschen haben uns erzaehlt, dass viele Taxifahrer auf Droge sind um ein paar Naechte durchzuhalten. Zudem trinken auch sehr viele Alkohol, dies wird gar nicht so als Straftat gehandelt. Unser Taxi hatte hinten kein Licht, kein Anschnaller und und und, ABER die Hupe funktionierte : ) Um erlich zu sein, fand ich die erste Fahrt aufregend, aber die Zweite machte mir Angst. Der Fahrer schien wirklich unzurechnungsfaehig zu sein, fuhr links und rechts Schleifen, aber als wir schon was sagen wollten, waren wir schon angekommen im Hostel… gluecklich, zufrieden und mit einer Menge an neuen Eindruecken.
Zum kroenenden Abschluss des Tages, sind noch 3 Jungs und ich in den Pool des Hostels gesprungen um 1 Uhr nacht : D
…la vida loca en Lima…

1 Kommentar:

  1. Hallo Betty, kaum zu glauben und du bist schon mitten drin.... und ganz schnell wird dir alles ganz normal vorkommen... Der Mensch ist ja so anpassungsfähig! Die Huperei haben wir auf Sri Lanka auch erleben dürfen und nur gestaunt, wie sich alles so zurecht drängelte. Ich freue mich sehr über deinen Blog und werde deine Zeit in Peru mit großem Interesse verfolgen!!! Pass gut auf dich auf und lass dein Herz von diesen bezaubernden Kinderaugen/-lächeln erwärmen! Ich umarme dich <3 Ute

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