Samstag, 20. August 2011

Die Stadt des ewigen Fruehlings


Uebermuedung kommt bei uns auf, denn wir sind schon 10 Tage unterwegs, ohne wirklich Pause gemacht zu haben, immer mit Druck ein Hostel zu suchen und alles zu sehen, was es bloss zu sehen gibt. Deswegen suchen wir uns ein relative teueres Busunternehmen, welches uns direkt nach Arequpia, Peru, bringen sollte. Doch wie so oft, stimmt das nicht. Man wollte bloss wieder uns etwas verkaufen, aber na gut. Ohne groessere Probleme sind wir in Arequpia um 2 Uhr morgens angekommen (uns wurde gesagt, wir kaemen um 5 Uhr morgens an). Wir sahen unglaublich viele Leute und Touristen, etwas musste passiert sein. Ich fragte die erstbeste Person und die Frau lachte mir ins Gesicht und erzaehlte stolz, dass es der Geburtstag sei von Arequipa, der weissen Stadt Perus oder wie so oft auch gennant, die Stadt des ewigen Fruehlings. 

bunte Tracht, die zum jeden Zeitpunkt getragen wird
So ein Glueck, koennen Mama und ich ja bloss haben, nur jetzt kam ein neues Problem auf: Es gab wahrscheinlich keine Hostals oder gar Hotels mehr. Wir warteten im Busbahnhof bis es heller wurde, so leicht gesagt, aber wie schwierig es sein kann, versuchen nicht einzuschlafen und die ganze Zeit scharfsinning unser Gepaeck im Auge zu behalten. Um 5 Uhr suchten wir uns ein Taxi und klapperten 10 Hostels ab, natuerlich waren alle schon besetzt. Bloss eine „Hospedaje“ hatte ihr letztes Zimmer uns anzubieten, doch war das ein Vielbettzimmer. Arme Mutter, wo sie doch so schlecht schlafen kann! Aber das Backpackerleben ist halt hart : )

Wir legten uns noch hin und dann ging es los die Stadt zu erkunden. Doch leider sahen wir nicht viel, denn es waren bestimmt 3 Millionen Menschen allein auf der Plaza, ueberall in der Stadt gab es Umzuege und alles war in Feierlaune. 

Deswegen entschieden wir uns, die schoene Stadt erst mal Ruhen zu lassen, und fuhren zum beruehmten Colca Canon, der tiefste Canon der Welt, zufaelligerweise von Polen „entdeckt“ wurde. Na gut, entdeckt ist wieder ein schlechtest Wort, da es den Canon ja schon millionen Jahre gibt. 
Canonlandschaft
  

Frauen am Strassenrand verkaufen Souevenirs
Wunderschoene Landschaften kamen uns entgegen als wir mit dem Bus 60 km weiter in das  Landesinnere fuhren. Wieder so vielfaltig wie sich kaum ein Europaer vorstellen kann. Doch das allerschoenste und wahrscheinlich das wertvolllste waren die majestaetischen Condore. Ich konnte und kann es bis heute kaum glauben, dass die Condore ganze 18kg wiegen und eine Fluegelspannbreite von 5 m haben. Wir mussten uns beeilen, denn wir waren ein bisschen spaet dran. Wir mussten um 8 Uhr morgens genau am „Cruz del Condor“ ankommen, denn zur der Zeit, gibt es ein „Luftwechsel“ (meine Physikkenntnisse halten sich in grenzen um es mit Fachwoertern zu schmuecken) gibt. Die Kondore spielen mit der kalten Luft von der Nacht und die langsam sich erwaermenden Luft, denn sie fliegen ohne ihre schweren Fluegel zu schlagen zu muessen. Sie schweben und schweben, fast endlos, und so majestaetisch, voller Wuerde.


Kondore

Kondor im Colca Canon

Kondor im Colca Canon

Arequipa
Zurueck in der Stadt, faellt es mir schwer den Begriff der „Schoenheit“ zu definieren. Arequipa soll wunderschoen sein, so ist sie es auch. Doch wie kann man Natur mit Stadt vergleichen, beides ist schoen, doch so anders. Die Arequipenar lachen, denn sie sagen, Arequipa gehoert nicht zu Peru. Wie wahr die Worte doch mir spaeter erscheinen- Haeuserwaende weiss vom Kalkstein, spanische Gebaeude, eine sehr gepflegte Stadt, viele weisse und vor allem grosse Peruaner... Das sehenswerteste in der Stadt ist das Santa Catalina Kloster, welches voller bunter Farben mitten in der Stadt sich befindet und somit eine Stadt in einer Stadt formt.

Kloster Santa Catalina
Kloster Santa Catalina
Mama vor einer Kirche, im Kolonialstil
Wir werden langsam mueder vom vielen Reisen und jede paar Tage in einer anderen Stadt sein mit anderen klimatischen Bedigungen, einigsten wir uns, dass es ueber Lima nach Villa Rica gehen wird. Doch so vieles aendert sich in kurzer Zeit.... 

Cruz del Condor

wilde Lamas


Fortsetzung folgt...


La Paz


Nach dem Besuch des hoechstgelegenen, beschiffbaren Sees, fuhren wir gleich weiter nach La Paz, wo der  Regierungssitz Boliviens sich befindet. Nicht verwechseln Sucre ist die Hauptstadt, obwohl sich nicht einmal die Bolivianer unter sich einig sind, denn unser Guide sagte, dass La Paz die hoechstgelegene Hauptstadt der Welt sei mit seinen 3200 bis 4100 m ue. M.

Die Stadt liegt schoen, umgeben von lauter hohen Bergen drumherum, die meisten sind sogar mit Schnee bedeckt. Das Klima ist wie sonst auch in der Sierra, tagsueber heiss und nachts bitter kalt. Doch La Paz gefiel mir auf eine Art und Weise, denn es besitzte so eine tradionelle Lebensweise. Die meisten Frauen mit Roecken und Hueten, dennoch alles modern mit kuenstlichen Materialen.  Und dieser Gegensatz  lief wie eine Schnur durch La Paz. 

An einem Nachmittag machten wir einen Ausflug in das „Valle de la Luna“, also auf deutsch „das Mondtal“. Wie schoen ist es doch inmitten eines fuerchterlichen, staedtischen Chaos ein Stueck Natur zu entdecken. Die Landschaft gewehrt seinem Namen Achtung, denn genau so oder jedenfalls aehnlich stelle ich mir die Mondlandschaft vor. 

Zu dem kleinen Teil Boliviens welches ich gesehen habe, spuerte ich die Treue der Bolivianer fuer ihr Land-ohne Meerzugang, immer im Streit mit Chile und Argentinien, und als eines der aermsten Laender Suedamerikas. Dieser Gegensatz zwischen Arm und Reich ist allgegenwaertig, doch eins bleibt bei allen sozialen Schichten gleich, die Liebe zum Heimatland.

Stromkabel

Valle de la Luna

Jugeria- Saftladen

Stadtbild von La Paz


Plaza de Armas mit Blaskapelle


Mama wie immer beim Essen :P

Wer moechte Brot kaufen?

...und weiter gehts....


Montag, 15. August 2011

Die Jagd auf Superlativen: Der hoechst gelegene segelbarer See


Von Cuzco ging unsere Reise in das noch kaeltere, kargere und hoehergelegene Puno (3800 m ue.M.).
Angekommen in Puno planten wir sofort am Morgen eine Tour auf die schwimmenden Insel. Ich habe schon vor sehr langer Zeit einen Bericht im deutschen Fernsehen darueber gesehen, doch wer haette damals geglaubt, ich waere in irgendeinem Moment meines Lebens wirklich dort? Ich jedenfalls nicht, aber wie so oft, ueberrascht uns das Leben.
Mama und ich mit der peruanischen Flagge

Die schwimmenden Inseln sind von den Uros Ureinwohnern bewohnt und auch erbaunt, da sie vor vielen vielen Jahrtausenden vom Festland fluechten mussten. Somit fluechteten sie auf den Titicacasee und erbauten sich aus Schilf ihre Inseln, die 5 m tief sind und schwimmen; Huetten und Boote. Der Titicacasee ist 15 mal groesser als der Bodensee und zu 60 % gehoert es zu Peru und zu 40 % Bolivien.


Die Uros- Inseln sind unglaublich touristisch, sogar zu sehr. Alles scheint auf „Show“ gemacht und getrimmt. Das Klatschen und Singen fuer die Touristen, das „Schilf-Vorzeige-Essen“ und sowieso alles drum herum. Aber trotzdem ist es schoen, etwas so voellig fremndes und neuartiges zu sehen und wie „gut“ es ihnen geht mit den wenigen Ressourcen die sie zur Verfuegung haben. Zwar sagt der Uros-Bewohner, zu dem wir ins die Huette eingeladen worden sind, um etwas zu kaufen, dass es bitter kalt wird, vor allem wenn es nicht regnet. Er meint, dass die Wolkendecke hilft, die Luft weniger abzukuehlen, als wenn sternenklarer Himmel waere.
Taquile
Weiter gings auf die Insel Taquile. Die Kultur der Quechua-sprechenden Urbevoelkerung ist sogar gewuerdigt im UNESCO Weltkulturenerbe, denn.... die Maenner stricken und die Frauen gehen auf die Felder. Dies ist doch das beste Beispiel, dass unsere heutiges Weltbild nur von Kultur aus uns gepraegt wurde. Ich wurde sogar vor dem Mittagessen gebeten zu tanzen, aber das war wahrscheinlich auch nur so eine Touristenmasche : )

Und hier kommen die schoenen Fotos:

Boot aus Schilf

Alltag auf Uros

Die Uros-Frauen
kleines Maedchen auf Taquile
Kinder auf Taquile, Blick auf den Titicacasee



Auf der bolivianischen Seite des Titicacasees im Doerfchen Copacobana, bekamen wir ein sehr kuenstlerischen und fast hippiehaftes Touristendorf zu sehen. Von der aus planten wir eine Tour auf die Sonneninsel, die besonders wichtig fuer die Geschichte der Inka ist. Denn der Legende nach sollte der Sonnengott Inti seine Kinder, den ersten Inka Manco Capac und seine Frau Mama Ocllo, auf einem Felsen der Isla del Sol zur Erde gelassen haben. Somit spielt die Isla del Sol in der Mythologie der Inka eine sehr große Rolle.

Doch da das laufen besonders schwierig war auf der extremen Hoehe (ueber 4000 m ue. M.), schauten wir uns es bloss gemuetlich an. Die hoechsten Gipfel auf dem bolivianschen Festland sahen einfach zum Greifen nahe aus, obwohl sie ein bisschen weniger als 7000 m liegt. So unglaublich hoch waren wir, und genau so fuehlten wir uns elend. Der Sauerstoffmangel macht uns muede, schlaff und uebel.  Doch lohnend war es zu sehen, den Titicacasee, der uns erscheint, als wenn es ein Meer waere mit seinen 194 km Laenge und 65 km Breite und seiner maximalen Tiefe von 281 m. Unbeschreiblich ist, wie Menschen unter diesen harschen Bedingungen leben und einfach zufrieden sind. 

Mein Fazit ist, dass ich einfach nicht genug von Peru haben kann. So ein fasznierendes Land, so artenreich und so vielfaltig! Mal sehen, was als naechstes kommt. Ich bin mal gespannt, und wie sieht es bei euch aus?

Traditioneller Umzug in Puno
Unser Micro nach La Paz





Montag, 8. August 2011

Inka- so ausergewohnlich, faszinierend, lebendig und tot zugleich


Cuzco und seine Umgebung waren wunderschoen, sehr historisch und voller Touristen. Da wir so viel sehen wollten in kurzer Zeit wie es nur ging, planten wir Touren:

- Sacsayhuaman, Tambomachay, Kenko, Puca-Pucara
-Das Heilige Tal, Urumba, Ollantaytambo, Pisac
-Machu Picchu

Perfekte Meisterarbeit

Mama und ich mit der Inka-Fahne in Pisac

Sacsayhuaman
 Fotos koennen machmal viel mehr ausdruecken als Worte, vor allem wenn schon eine gewisse Zeit verflogen ist.

Aber eins muss ich mit euch teilen:

Inka- so ausergewohnlich, faszinierend, lebendig und tot zugleich.  Wie haben sie es geschafft, Steine zu schneiden ohne Eisen? Wie haben sie es geschafft Steine, Felsbrocken ganze 100 km rauf und runter die Anden zu tragen, sie perfekt zuzuschneiden, zu polieren und zusammenzuformen? Ich bewundere sie! Ganz Peru bewundert sie und ganz zurecht! 

steile Terassen beim Machu Picchu
Die einzigartige Technologien, die bis heute nicht bewiesen sind. Bis heute sind Fragen ungeklaert geblieben: Wie konnte man die Steine so polieren, so samt wie richtige Seide? Wissenschaftler sagen nur mit Diamanten wuerde man es schaffen. Doch es gibt und gab keine Diamanten in Peru. Kanalsysteme, Ab- und Bewaesserung, Klaeranlangen, Terassenbauten etc. Kaum zu glauben doch war, ist, dass es im heutigen Peru, doch sehr weit technischen Fortschritt, WENIGER Landwirtschaft gibt als zum Inkareich! Ich frage mich, welcher europaeische Bauer, wuerde auf winizgen, schwer erreichbaren 9 m2 etwas anbauen? 

Das Terassensystem fasziniert mich auch einfach zu sehr, um es nicht mit euch zuteilen. Die unterste Schicht besteht aus relative grossen Felssteinen, die 2 und somit mittlere Schicht besteht aus Sand und die oberste und somit letzte Schicht aus fruchtbarer Erde. Somit wenn die Regenzeit anfaengt (aehnliche Zustaende wie in der Selva, Fotos/Berichte von Dezember bis Maerz anschauen), nicht alles weggespuelt wird, sondern gut gefiltert am Bergabhang wieder gelangt. Ein ingenieurhaftes Wunder, wenn nicht sogar Weltwunder!

Perfekt-ohne Meisel,Moertel und Eisen

          Vor Cuzco- eine Mauer, diese Steine wurden 50km getragen

Machu Picchu- eines der 7 neuen natuerlichen Weltwunder!

Eins ist klar und unbestritten: Zurecht hat Machu Picchu den Titel erhalten. Mein persoenlichen Highlight des ganzen Jahres, welches nochmal das ganze Phenomen „Peru“ zusammenfasst.  Um 2 Uhr morgens aufgestanden, eine schrecklich lange und schwierige Fahrt nach Ollantaytambo ( 2 mal mit Collective-Taxi durch die Huegel, Spitzen und Gletscher), dann weiter mit dem Zug nach Aguas Calientes. Es waren sogar Minus-grade nachts, mittags ueber 40 oder sogar mehr grad in der Sonne auf 5000 bis 2500 m ue. M. Von Auguas Calientes, welches schon zum Dschungel oder Nebelwald Mikroklima gezaehlen werden kann, spaeter dann mit dem Bus zum Machu Picchu. Doch all das hat sich gelohnt. Das unberuehrte Stueck Wunder, verschont von den brutalen Spaniern bei der Kolonialisierung. Ruhm hat durch den Amerikanischen Wissenschaftler vor genau 100 Jahre bekommen, als fuer einen Doller ein kleiner Dorfjunge dem Amerikaner dieses Wunder gezeigt hatte. Die Tatsache, dass bis heute nichts ueber Machu Picchu bewiesen werden kann, entzueckt mich. Wie viel Arbeit, Zeit und Disziplin die Inka in die vielen Bauten investiert haben, laesst ein bleibendes Gefuehl von Faszination in meinem Herzen.

Natuerliches Faerben
Weberin
Pisac- Terassen

Cuzco- traditionelle Taenze
Cuzco- Plaza de Armas


Montag, 1. August 2011

Beginn der abenteuerlichen Reise: Entfuehrung


Unsere abenterliche Reise beginnt. Von Lima sollte es direkt, ohne Umwege, nach Cuzco gehen. Doch das Schicksal wollte es wohl anders. Als der Bus des bekannten Transportunternehmens um punkt 14 Uhr losfahren sollte, wurde uns mitgeteilt, dass der Bus elektronische Probleme haette. Mit peruanischer Gelassenheit warteten wir 3 Stunden bis es losging. Besser 3 Stunden im civilizierten Lima zu warten, als ploetzlich mitten in den Anden, zwischen den hoehsten Bergen Suedamerikas und der Welt  stehenzu bleiben. Die Fahrt sollte uns ueber die Panamericana Sur via Ica, Nazca, Ayacucho nach Cuzco bringen in 27 Studen. Da wir verspaetet losfuhren, kamen wir am ersten Stop in Ica in der Nacht an. Ein paar Reisegaeste stiegen noch mit ein und weitergehts. Ploetzlichen merkten wir Passagiere bloss, dass es ein bisschen holprieger wurde. Wir dachten uns nichts; keiner schaute aus dem Fenster. Als der Bus wenden wollte, wurden wir erst aufmerksam. Auf der Panamericana wenden? Das ist doch komisch, gar verdaechtlich. Der Bus samt 50 Passagieren war auf einer Sandpiste mitten in einem kleinem, dreckigen Stadtteil Icas. Die Gasse war bloss  8m breit, und der Bus versuchte zu wenden. Ploetzlich ging der Motor aus. Doch keinerlei weitere Versuche den Motor anzuzuenden wurden ausgefuehrt. Die Stewardess oder wie die nette, junge Dame genannt wird, die fuer die Bequemlichkeit der Passagiere zustaendig ist, wurde nervoes und ging nach vorn zum Fahrer. Ich fragte sie, was denn los sei. 
in den hohen Anden
Von der Panamericana abzuweichen ist so untypisch, da sie auch die einzige geteerte und beschilderte Strasse ist. Ausserdem war es schon spaet in der Nacht, es koennte sehr gefaehrlich werden. Meine Mutter blieb ruhig, doch ich erkannte die Situation und wurde nervoes, so wie alle anderen Peruaner an Bord. Ein Peruaner fragte die Stewardess und bekam eine andere Antwort als ich: „ Wir wechseln bloss den Fahrer.“ Zu mir sagte sie, es stimme etwas nicht mit dem Motor. Dieser Gedankenwechsel erfolgte bloss nach einem Marsch durch 8 Sitzreihen. Wie konnten wir den Fahrer wechseln, wir seien doch bloss 4 Stunden gefahren? Und wieso spuerten wir nichts vom Motor, wenn er doch genau im hinteren Bereich des Buses sich befand? 

Ploetzlich sahen wir aus dem einen Polizisten, der mit einem Motorrad war. Er holte seine Waffe aus und schoss in die Luft. Die Bevoelkerung in den Hausreihen kam stauenden an um zu schauen was los sei. Jugendliche filmten uns im Bus mit ihren Handys. Die Tuer war abgeschlossen vom Bus, wir konnten weder rein noch raus. Nach ein paar Minuten kamen mehr und mehr Polizisten. Spaeter kam sogar die Presse und filmte uns von aussen, als waeren wir im Zoo. Wir verstanden nichts, der Schock und die Verzweiflung gross. Mama war immer noch ruhig. Dann endlich wurde die Tuer aufgemacht und 2 Polizisten kamen rein und ueberprueften die Passagierliste mit unseren Paessen. Als ich an der Reihe war, schaute der Polizist mich an und wurde recht ernst. „Wie konnte ich denn bloss nichts merken, wieso habe ich die Polizei nicht sofort informiert?“. Ich verstand beim besten Willen nicht, was ich denn falsch gemacht haette. Dann erklaerte mir der Polizist, dass ich mit einem „diplomaten Visum“ doch bescheid gewusst haben muss. Er erklaerte uns in Spanisch, was ich dann wiederrum den Touristen in Englisch uebersetzt habe, dass wir uns in dem allerschrecklichsten und gefaehrlichstem Viertel Suedperus und befinden. Die Bevoelkerung habe die Polizei informiert, dass ein Bus ueberfallen wurde in der und der Strasse. (Nicht einmal beim brennlichtsem Vorfall, wuerde die Polizei etwas machen, so die allgemeinen Aussagen ueber die peruanische Polizei, „sie seien noch viel krimineller aus die Kriminellen“.) Zum Glueck wurden wir noch nicht Ueberfallen, aber standen wahrscheinlich kurz davor. Mit Erpressung etc., wuerde uns bestimmt die Touristen bestimmt gut bestechen koennen.

Landschaft um Cajamarca
Nach ein paar weiteren Stunden im, bzw. vor dem Polizeikomisseriat, wo sogar der Buegermeister und sowieso alle „wichtigeren“ Persoenlichkeiten aufkreuzten, stellte sich herraus, dass der Busfahrer „neu“ sei und sich verfahren haette.... Waer es glaubt... Wie kann man von der EINZIGEN geteerten Strasse abweichen, die nur gerade aus faehrt, in eine Sandpiste, in ein Wohngebiet, dass einem Ghetto aenelt, reinfahren? Na gut... Lassen wir das Thema. Das wichtigste ist, wir sind in Cuzco nach vielen Stunden Verspaetung heil angekommen. Mama wurde Reisekrank auf ueber 5000 m Hoehe und Serpentienen und Abgruenden in 500 m einfach abbrechen... 

Heil und gesund angekommen, mit wenig Sauerstoff im Blut, da Cuzco immer noch auf 3600 m ueber dem Meerespiegel liegt, schauten wir uns um fuer guenstige Hostals und gingen sofort los um die angeblich schoenste Stadt Perus zu erkunden!

Viva Peru! Mit oder ohne Abenteuern : )