Montag, 25. April 2011

Elektrizierend Buenos Aires


Am Flughafen angekommen im herbstlichen Buenos Aires, scheint mir als waere ich in wieder zurueck in meiner "alten Welt", in Europa. Aber innerhalb der langen 2 Stunden Busfahrt vom Flughafen zu unserem Hostel konnte ich mir nicht einig werden, wonach die Stadt aussieht oder wie ich sie beschreiben koennte.

Vor Muedigkeit wollte ich eigentlich am gleichen Tag ins Bett fallen, aber die Stadt rief foermlich nach mir. Entschlossen gingen wir auf die Strassen und wollten etwas zu Essen kaufen-doch die Preise schockten mich. Nach mehr als einem halben Jahr in Guenstigland Peru, will und wollte ich keine umgerechnet 2 Euro fuer eine kleine Tasse Tee ausgeben. Es waere doch nur heisses Wasser und ein Teebeutel.




Aber das Leben geht weiter auch mit Preisen, die fuer mich jetzt ueberteuert scheinen. Am naechsten Tag machten wir eine Stadtrundfahrt um zu sehen, wo wir noch mal wiederkommen wuerden. Socra und ich haben 2 Wochen eingeplant fuer unseren Urlaub in Buenos Aires und Iguazu. Aber nach der Stadtrundfahrt haben wir gemerkt, dass uns nicht die Stadt anzieht, sondern wir lieber raus in die Natur wollen. Denn Staedte an sich sind sich immer aehnlich und Argentinien hat mehr zu bieten als nur Buenos Aires, Tango und Steak.
Was mir sehr gefaellt ist die Hoeflichkeit und Eleganz. Ueberall auf den Strassen werden aeltere Herren mit Hueten und Gehstoecken gesehen, aeltere Frauen mit wunderschoen gepflegten Haaren, mit Schmuck, die Menschen und die Stadt spruehen vor Eleganz. Ausserdem entzuckt mich, dass Jung und Alt den beruehmten Tee trinken. Und vor allem, ueberall! Ob in der Bahn oder beim Verkaufsstand. Jeder Porteño traegt seine Thermosflasche, den Tee und den Becher mit dem "Strohalm" mit sich. Ich als Teeliebhaber habe mir alles Noetige gekauft um es auch auszuprobieren, aber zuerst wollte ich ihn testen wie sie in selber zubereiten. Ganz ungewoehnlich empfand ich den Geschmack. Die ganze Tasse wird mit dem Tee ausgefuellt; und so schmeckt der Tee auch-herb. Auch als ich Zucker hinzugefuegt habe, schmeckte er bitter. Aber es war nur eine Frage der Zeit, denn schnell gewoehnte ich mich an den Geschmack. Ausserdem liebte ich den Tango und die auf der Strasse tanztenden Menschen. Leider war es nur fuer Touristen, aber schoen war es trotzdem.
Fussball(faszi)nation

Im Stadtteil "La Boca", wo italienische Immigranten im 18 Jahrhundert angekommen sind und es heute zu dem armsten Stadtteil zaehlt, liegt die kunterbunte Strasse "El Caminito". Die Strasse wurde "kuenstlich" erbaut um den Tango zu ehren. Jetzt ist es eine Haupttouristenattraktion. Mit dem Touristengewusel fuehl ich mich nicht wohl, aber die Farben, Gerueche und Klaenge lenken mich ab. Ein paar Strassen weiter, sind wir um Slum und ich freue mich, dass Socra bei mir ist. Strassenkinder und Wellblechhaeuser. Wir laufen weiter um das die andere Leidenschaft der Argentinier zu sehen- Fussball. Zwischen den ganzen Hausern finanziell schwaecheren Familien, sehen wir immer wieder bunte Grafittis, wie ueberall auf der Welt. Doch genauso haeufig nur rumgesprueht wird, sehen wir Diego Maradonna kuenstlerisch dargstellt. Jungs in allen Alterstufen spielen Fussball, haben sich ihre Waende mit "La Boca Republica" angemalt. Das Fussballstadium befindet sich gerade dort, in einem der aermsten Vierteln Buenos Aires. Fussball bedeutet mehr fur die Kleinen als ein Sport, es gibt ihnen Hoffnung auf ein besseres Leben, wenn sie es so weit schaffen wir Maradonna.

Friedhof
Im Anschluss gingen wir auf den beruehmten Friedhof Recoleta, wo Evita und andere wichtige Persoenlichkeiten Argentinas, sowie ihre Elite in angemessenem Frieden ruhen. Die Graeber sind maechtig, prachtvoll und voller Marmor. Wir spazierten entlang der Gassen und ich verspuerte, dass dieser Ort voller Ehre und Wuerde ist. Evita ist uebrigens eine der wichtigsten Frauen in der Geschichte von Argentinen und wird sehr verehrt. Sie war die Frau eines Praesidentens, die sehr engagiert war und viel bewegt hat, wie z.B Frauenwahlrecht, Armutsbekaempfung etc.

Heute geht es nach Iguazu zu den Wasserfaellen. Komischerweise ist das Ticket um ganze 50 US $ guenstiger, wenn man die Grenze nach Brasilien zu "Foz de Iguazu"  ueberschreitet. Mal schauen in welchem der Dreilaender-Eck wir endgueltig bleiben werden, d.h. welches der drei Laender am guenstigsten ist.

Regresemos á Buenos Aires - wir kehren zurueck nach Buenos Aires!

El Caminito, La Boca

den Tango tanzend

moderner Hafen
Grafitti Maradona

den beruehmten Maté schluerfend
der rosande Presidentenpalast
 

1 Kommentar:

  1. Dabrowski Maria5. Mai 2011 um 07:33

    Betti, wie schoen ist deine Erzaehlung ueber Argentinien und Beunos Aires. Ich hatte alles vor meinen Augen.... , sohast du toll alles beschrieben.
    Danke dir :D

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