Dienstag, 3. Mai 2011

Die bunten Berge von Jujuy

Wieder in der Extreme angekommen im Nordwesten Argentiniens, nachdem wir einen Nachmittag im super chaotischen Grenzuebergang vpn Paraguay und Brasilien verbracht haben. Paraguay erinnerte mich zu sehr an Peru, Socrates war froh wieder etwas von "seiner tierra" (Heimat) zu haben... Reis und Huehnchen :D Aber auch das chaotische Gedraengel und Verkaufsstaende ueberall. Die Verkaeufer, die ihre 5 Paar Socken und einen USB-Stick auf der Strasse in die Haende druechen, damit wir es ihnen abkaufen. Ein Hin und Her, das sogar Peru uebertrifft. Die Preise aber zum Glueck niedrig, aber dafuer die Zahl der Strassenkinder und die Zahl der informellen Recylcer, die Muell von den Strassen sammeln.

Dann ging es in die Natur. Nach den paar Tagen in der sich schnell drehenden Hauptstadt, den maechtigen Wasserfaellen, sind wir jetzt in den stillen, ruhigen Anden angekommen, im kleinen Staedchen namens Salta. In der Stadt, die im kolonialen Stil gebaut ist, machten wir zuerst Spaziergenge und fuhren mit dem Teleferico hoch in die Berge, um einen Panoramaausblick zu haben.

Am naechsten Tag um genau 6 Uhr weckte uns der Wecker und es ging auf eine Tour ins Cafayate, in das Weinanbaugebiet. Die Hinfahrt von 6 Stunden war unfassbar bunt und kreativ. Rote Erde und ihre Formungen waren unglaublich. Die Fantasie konnte gar nicht aufhoeren sich Geschichten auszudenken.

Am folgenden Tag ging es auf zweimal auf 4100 m hoch in die Berge der Anden. Der beruehmte "Tren de las Nubes", ein Kunstwerk der Ingeneure aller Welt, ist leider sehr ueberteuert mit seinen 250 US $ nur fuer ein paar Stunden Zugfahrt. Wir entschlossen uns die gleiche Strecke nur mit einem Auto abzufahren. Wir waren eine kleine Gruppe von 4 Leuten und unser Guide. Die Anden waren bewunderswert, genauso, wie ihre Einheimischen. Auf 3000 m ueber dem Meeresspiegel lebend, Minusgrade in der Nacht, plus 30 Grad am Tag. Stein ueber Stein, wo kein Grashalm weit und breit waechst. Und diese Menschen leben in Geduld und in Leidenschaft fuer ihre Anden. Wirklich bewunderswert. Nach der Ueberquerung der ersten 4000 m, fuhren wir viele, viele Kilometer weiter bis wir in der Ferne etwas glinzern gesehen haben, etwas naeher kam uns in den Sinn, dass es eine riesige Lagune ist. Der Guide wollte uns nichts verraten. Es war eine Salzwueste. 70km lang und 30 km breit, ein See, wo oben drauf eine dicke Salzkruste ist. Wir fuhren die 70 km lang auf dem Salz, schnell, denn ansonsten wuerde das Salz brechen und wir wuerden 50cm tief im salzigen, eiskaltem Wasser stehen. Dies war ein Highlight in meinem Argentinientrip! Die Salzflaeche erschien mir wie Schnee, nur das einige Kilometer weiter, die roten Berge im Hintergrund nicht zu meinem bekannten Bild passten.

Wieder den 4100meter Hohen Pass ueberquert, ging es in das Tal, zu dem Berg mit den 7 Farben. Nicht nur der einzige Berg war bunt, alle Berge rundherum hatten die verschiedensden Farben. Es schien mir, als wenn Maler mit seiner vielzahl an Farben und Pigmenten hier gewesen war. Wunder, wunder, wunderschoen!


Danke Argentina fuer deine verschiedenen Landschaften!
















1 Kommentar:

  1. Maria Dabrowski5. Mai 2011 um 02:47

    Liebe Betti,
    wieder eine wunderschoene Erzaehlung von deinen Erlebnissen und Beschreibung der Natur. ... Ich war wie in einem Film auf "Arte" (mein lieblings Sender im TV)
    Viel Glueck!!!!

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