Dienstag, 24. Mai 2011

Ueber Hoehenkrankeiten und Lamas


Nach Metropolen, riesigen Wasserfaellen, bunten Bergen, nach Weingebieten und Wuesten bin ich auf meiner Reise in einer Hafenstadt names Arica in der noerdlichsten Chiles angekommen. 

Hier ist der Grenzuebergang nach Peru und bald wuerde ich schon wieder zurueck in der Selva Central ankommen, aber noch ein Abenteuer fehlt. Naemlich der Nationalpark Lauca.

Am Sonntag ging es in einem Bus voller Hollender, Chilener, Spanier und Perunaner und einer Deutschen von 0m ueber dem Meeresspiegel auf ganze 5500m. Wir fuhren viele, viele Stunden auf der Landstrasse die von Arica ueber den Nationalpark nach Bolivien fuehrt. Da Bolivien keinen Meerzugang hat (derzeit gibt es sehr viel Streit und Diskussionen ueber diesen Zustand), verkehren taeglich Millionen von LKWs auf der Strasse.

Mit Kokablaettern ausgeruestet ging die Fahrt wieder einmal frueh morgens los. Wir hielten ein paar Male an um Inkamalungen auf den Huegeln der Wueste zu sehen (Wueste gibt es ueberall), kleine Kirchen und alte Friefhoefe zu besuchen. Eine Freundin, die ich aus Arica kenne, hat mir schon einmal ueber das Phenomen Hoehenkrankheit berichtet. Sie hat die Theorie, dass Europaer generell nicht krank werden in der Hoehe. Sie fragte mich ob wir an die Hoehe gewoehnt sind, denn ganz Europa wuerde ja auf Bergen liegen. Ich erinnere mich bloss schwach auf welcher Hoehe Berlin liegt, aber Norddeutschland ist Fachland in Superlativen, Holland hat sogar Depressionen! Auf 3000m ueber dem Meerespiegel wurden die ersten schon schlaefrig. Auf den Seen im altiplano, also ueber der Baumgrenze, hatten machne Chilener und Peruaner so wenig Sauerstoff im Gehirn, dass sie gezwungenermassen eingeschlafen sind. Machne haben gespuckt und andere mussten die Oxygenmasken aus dem Bus benutzten. Meine Freunde aus Holland, Spanien und ich selber fuehlten uns sogar auf 5500m ganz normal.  Natuerlich fiehl es schwer bergauf zu laufen oder zu springen, ich spuerte bloss einen leichten Druck auf meinem Kopf.

Die Landschaften, die Seen und die vielen Lamas, Alpacas und Vacunas waren so schoen, sodass es unmoeglich ist die passenden oder respektvollen Worte zu finden. Ich lasse Fotos sprechen.










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